Die insgesamt 9. Ausgabe des Großglockner Ultra Trail (GGUT) fand von 26. bis 29. Juli statt. Die Königsdistanz über 110km und 6500m+ startete am 27.07. um 22:00 Uhr in Kaprun und führte dieses Jahr im Gegenuhrzeigersinn einmal rund um das Glocknermassiv.
Peter Müller stellte sich heuer nach der Vorbeitung beim „mozart Ultra“ und dem „Hohe Tauern Panoramatrail“ gut gerüstet dieser Herausforderung. Wie er diesen höchst anspruchsvollen Ultratrail erlebt hat, kann Peter am besten selber beschreiben:
„Nach einer sehr anstrengenden Nacht vorbei am Kraftwerk Mooserboden, Kapruner Törl (2639m), Rudolfshütte, Kalser Tauern (2518m) ging es bei Tagesanbruch durch das Dorfertal nach Kals am Großglockner, dann über Lucknerhaus, Glorer Hütte, Salmhütte über die Stockerscharte (2442m) zum Glocknerhaus und dann über die Untere Pfandlscharte (2663m) mit langem und seilversichertem Schneefeld im Abstieg und das Fuschertal über einen letzten „kleinen“ Anstieg (Ponyhofalm) zurück nach Kaprun. Ich konnte mein Ziel unter 24h erreichen (Anm.: 23:36:51 Stunden) und konnte nach einer hochanspruchsvollen und durchwachsenen Nacht im Zombiemodus auch den Rest erfolgreich meistern. Irgendwann ist bergauf einfach Schluss und man quält sich nur noch irgendwie voran. Ich habe das Rennen in Abschnitten betrachtet, ansonsten ist man aufgrund der alpinen und hochtechnischen Dimensionen einfach verloren und gibt irgendwann auf. Ich bin sehr froh, dass eine persönliche und nicht nur ausschließlich sportliche Entwicklung über die letzten 12 Jahre, seitdem ich das Laufen und Trailrunning betreibe, einen erfolgreichen und gesunden Abschluss dieses Abenteuers ermöglichte. Ein besonderer Dank gilt dem Veranstalter und den unzähligen Freiwilligen, vor allem der Bergrettung, die zu Tage und nachts unsere Sicherheit gewährleisteten. Dieser Ultratrail sucht in Österreich und ganz Europa aufgrund seiner Schwierigkeit sicher seinesgleichen, wie viele Testimonials von Teilnehmern, die auch schon beim Ulta Trail Du Mont Blanc am Start waren, bestätigen. Am Ende hat mich fast noch ein gewaltiges Gewitter erwischt, aber das Teller Nudeln mit Bolognese im Ziel wurde schneller erreicht. Ich brauche jetzt mal definitiv etwas Abstand von der ganzen Sache, da ich es noch nicht ganz realisiert habe, was da alles in knapp 24 Stunden passiert ist.“
Wir gratulieren zu dieser enormen Leistung!





Fotos: Sportograf